Fünf Jahre Offenerhaushalt.at

Als sich im Rahmen des Open Data Day 2013 einige TeilnehmerInnen im KDZ ver­ sammelt hatten, um eine erste Budgetvisualisierung in Österreich zu versuchen, hatte wohl niemand gedacht, dass fünf Jahre später die Plattform Offenerhaushalt.at eine der erfolgreichsten Open-Government-Initiativen in Österreich sein würde. Mit Förderbericht, der angedachten Ausweitung auf Länderfinanzen und Umbau für die neue VRV 2015 wird Offenerhaushalt.at auch in den nächsten Jahren kein bisschen leise sein.

Die Anfänge – ein Kooperationsprojekt

Das KDZ hatte im Rahmen einer Kooperation mit Open Knowledge Österreich (OKFN.at) zum Open Data Day eingeladen. Im Februar 2013 wurde mit VertreterInnen der Weltbank und der UNDP im Rahmen eines „Data Dive“ diskutiert, wie man Daten zur Armutsbekämpfung einsetzen kann und zum „Tag der offenen Haushalte“ eingeladen. Rund 20 TeilnehmerInnen waren damit beschäftigt, Software zu installieren, Daten der Städte aufzube- reiten und Visualisierungen zu erstellen. Innerhalb eines Tages ist es gelungen unter www.offenerhaushalt.at eine Alpha-Version in Betrieb zu nehmen, damals noch mit der Open-Source-Software „Open Spending“. Die Plattform wurde auf Basis der Open-Source-Komponenten Drupal und D3.js neu entwickelt. Von zentraler Bedeutung in dieser frühen Phase waren insbesondere zwei Faktoren: erstens die Zusage der Bank Austria, einen Teil der Plattform zu finanzieren und zweitens die Kooperation mit den beiden Entwicklern des jungen Startup „Interactives“.