Symposium: Starke Städte und Gemeinden in Europa

[September 2015] Das Fach-Symposium "100 Jahre Österreichischer Städtebund - sein Beitrag für starke Städte und Gemeinden in Europa" wurde unter großer internationaler Beteiligung erfolgreich abgehalten. Anlass gab das Jubiläum des Österreichischen Städtebundes, der in den Kriegswirren des 1. Weltkrieges 1915 gegründet wurde.  Bei der Veranstaltung , die von Thomas Prorok, stellv. Geschäftsführer des KDZ geleitet wurde, beschäftigeten sich die einzelnen Beiträge mit der Rolle der Städte und Gemeinden für eine erfolgreiche europäische Integration.

Jermy SmithJeremy Smith, ehem. Secretary General of the Council of European Municipalities and Regions (Foto1), betonte, dass die Interessenvertretungen wie Städte- und Gemeindebund stabil und unabhängig bleiben müssen, um eine Schlüsselrolle in politischen Entscheidungsprozessen zu spielen.

 

Der ehemalige EU-Abgeordnete Hannes Swoboda, skizzierte die Chancen und Herausforderungen europäischer Städte anhand der Attribute, des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Bloomberg: "Fleiss, Freiheit, Kreativität, Unternehmertum, Diversität" und erweiterte diese um Anpassungsfähigkeit (Foto 2).

 

Die wichtige Rolle des Europarates, strich Andreas Kiefer, Generalsektretär des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarats, hervor (Foto 3). Nicht nur die Europäische Union sondern der Kongress des Europarats ist für die rechtlichen Rahmenbedingungen für die lokale und regionale Selbstverwaltung von zentraler Bedeutung. Er erinnerte an die Charter des Europarates, die heuer ihr 30 jähriges Bestehen feiert und die Grundlage für die Gemeindeautonomie und Dezentralisierung in vielen Ländern ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion (Foto 5) wurde erörtert, wie sich Städte und Gemeinden auf europäischer Ebene noch besser einbringen können. Fazit war, dass ein noch stärkerer Schulterschluss zwischen den Städten und Gemeinden Europas notwendig ist, um einerseits mehr Einfluss zu haben, um damit andererseits Probleme besser bewältigen zu können. Wesentlich ist dabei auch der Know-how-Transfer, damit das gemeinsame voneinander Lernen auch möglich gemacht werden kann, vor allem auch in Hinblick auf zukünftige Mitgliedsländer. Konsens bestend auch darin, dass die Europäische Union die Städte und Städteverbände besser in ihren Entscheidungsprozess berücksichtigen muss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Prorok, KDZ

Alle Fotos wurden mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Städtebundes zur Verfügung gestellt. Foto: ÖsterreichischerStädtebund/MarkusWache.