Die Rolle der Stadtwerke bei der Energiewende

Mit dem Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie im Frühjahr 2011 und den im Sommer 2011 eingebrachten Gesetzen zur Energiewende wurde das rechtliche Fundament für den Umbau des deutschen Energiesystems gelegt. Dadurch wurde auch der weitere Weg für den Ausbau der dezentralen Stromerzeugung geebnet. Die erneuerbaren Energien konnten in kürzester Zeit ihren Anteil an der Stromversorgung auf fast 20% erhöhen. Einen wichtigen Anteil an der Umsetzung haben die rund 900 Stadtwerke in Deutschland. Gegenwärtig versorgen kommunale Unternehmen über 50% der BürgerInnen mit Strom, erzeugen aber gerade einmal etwa 10% des Stroms. Für echten Wettbewerb ist das zu wenig. Das Ziel ist deshalb, den Anteil der Stadtwerke an der Stromerzeugung zu erhöhen. Dafür müssen allerdings zuerst die entsprechenden landesrechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Das Rathaus 65(2012), 3, S. 72-73
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
5624