Die Schatten des Change Managements

In der Schweiz wurden im Zuge der Reorganisation 14 bisher selbständige Spitäler zu drei Regionalzentren fusioniert und dabei auf alle Ebenen eine Vielzahl an Personal entlassen. Neue Projekte wurden gestartet, die zu Unruhe, Unsicherheit und oft auch Überforderung führten. Man verfolgte die harte Top-Down-Strategie des klassischen Change Managements der 1990er Jahre. Kommunikation, Überzeugungsarbeit und Dialog gab es kaum, die MitarbeiterInnen waren nicht aktiv am Umgestaltungsprozess beteiligt und empfanden das Verhalten des Managements als geringschätzend, entwertend und respektlos. Vorsicht, Distanzierung und Misstrauen gegenüber der Leitung ist geblieben, da es den Vorgesetzten nicht gelang, die ökonomische Professionalität mit den fachlichen und sozialen Qualitäten zu zusammenzuführen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Organisationsentwicklung 27(2008), 3, S. 4-11
Jahr: 
2008
Bestellnummer: 
4322