Frauen und das Dritte System. Leitlinien und Perspektiven der Europäischen Union

Im so genannten Dritten System – der Sozialwirtschaft – ist ein sehr hoher Anteil an Frauen beschäftigt, was vor allem auf lokaler Ebene eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen spielt. Eine Stärkung der lokalen Ebene soll die Wirksamkeit der zentralen politischen Entscheidungen verbessern sowie die Demokratie, die Chancengleichheit und die soziale Kohäsion fördern. Die Arbeitssituation in der Sozialwirtschaft entspricht den Bedürfnissen der Frauen. So sind die lokalen Aktivitäten von Frauen oft komplementär zu jenen des öffentlichen Sektors (z.B. Kinderbetreuung, Gemeinschaftsdienste, etc.), sie sind der Alltagsroutine der Frauen angepasst, entsprechen den lokalen Bedürfnissen, sind auf lokale Kompetenzen und Stärken abgestimmt, stellen die Zusammengehörigkeit in den Mittelpunkt, verstärken die lokale Identität, sind überschaubar und sie basieren auf Initiativen von lokal ansässigen Frauen. Dabei ist erkennbar, dass der Prozess wichtiger ist als konkrete Ergebnisse.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Kontraste 2005, 3, S. 3-6
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3547