Grenzüberschreitende Infrastrukturplanung in Europa – die „anderen“ Ergebnisse der van Miert-Kommission

Die van Miert-Kommission wurde von der Verkehrskommissarin der Europäischen Union beauftragt, den Ursachen für die Verzögerungen bei der Entwicklung der transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) auf den Grund zu gehen. Neben der Bewertung des Entwicklungsfortschrittes beim Aufbau der TEN-V hat sich die Gruppe vor allem mit organisatorischen und strukturellen Fragen der Umsetzung der TEN-V-Projekte beschäftigt. Der Bericht wurde 2003 vorgelegt, die Vorschläge von der EU weitgehend aufgegriffen und mit den „Leitlinien für den Aufbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes“ in geltendes Recht umgesetzt. Gegenständlicher Artikel analysiert die Hindernisse und Probleme bei grenzüberschreitenden Planungen und kommentiert diejenigen Ergebnisse und Vorschläge, die unter dem Stichwort „Netzmanagement und Koordinierung“ zusammengefasst wurden. Vor allem durch die Einsetzung eines „Europäischen Koordinators“ und die verstärkte Durchführung koordinierter und gemeinsamer Planungs- und Genehmigungsverfahren für grenzüberschreitende Vorhaben soll die grenzüberschreitende Projektentwicklung erleichtert und in kontinuierliche Bahnen gelenkt werden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Internationales Verkehrswesen 57(2005), 5, S. 192-195
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3567