Sockelqualifikation und Exzellenz

Der österreichische Bildungsexperte verweist einleitend auf die althergebrachte und ideologisch aufgeladene bildungspolitische Debatte einer möglichst breiten Qualifikationsentwicklung versus Förderung von Spitzenleistungen. Er führt aus, dass „[…] kein Bildungssystem auf Selektion verzichten kann, entscheidend wäre, jedoch der Zeitpunkt und die Art der Selektion […] Eine wirkungsvolle Hebung des gesellschaftlichen Humankapitals erfordert eine nachhaltige Reduktion von Ungleichheiten im Zugang zur Bildung. Diese muss am unteren und am oberen Ende des Leistungsspektrums ansetzen“. Weiters beleuchtet er das Spannungsverhältnis von Bildung und Ökonomie, wobei er u.a. betont, dass die wissensbasierte Ökonomie keine Bildungsbegrenzung, sondern eine Mobilisierung der Begabungsreserven und Bildungsambitionen benötigt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wirtschaftspolitische Blätter 52(2007), 1, S. 73-85
Jahr: 
2007
Bestellnummer: 
4020