Staatsmodernisierung durch Open Innovation

Herzberg unternimmt in seiner Arbeit den Versuch einer Einordnung des betriebswirtschaftlichen Open-Innovation-Ansatzes in das Problemfeld der Staatsmodernisierung. Es geht dabei um die Frage, wie Behörden und politische Willensbildungsorgane ihre systemische Innovationsfähigkeit durch die Integration von externem BürgerInnen- und ExpertInnenwissen steigern können, zugleich aber handlungs- und strategiefähig bleiben. Der Autor fasst in verständlicher Weise die Entwicklungen zum Thema Open Innovation zusammen und setzt sie in Bezug zu Open Government. Er argumentiert nachvollziehbar, dass die Forderung nach der Öffnung des Staates nicht nur politisch argumentiert werden kann, sondern zeigt auch, dass es eine faktische Notwendigkeit dazu gibt. Aus Sicht des systemischen Wissensmanagements ist Innovation die Generierung neuen Wissens, das als Produkt eines Lernprozesses entsteht. Der Staat muss Wege finden, Wissen, das außerhalb seiner eigenen organisatorischen Grenzen liegt, nicht nur anzusammeln, sondern auch nachhaltig in seine Prozesse und Strukturen zu internalisieren. Aktuelle Praxisbeispiele aus Deutschland sowie Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung runden die Publikation ab.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Berlin: Epubli 2012, 105 S. (=TICC-Schriftenreihe, Bd. 4)
ISBN: 
978-3-8442-2912-7
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
A-404-384