Trendreport: Gleichstellungspolitik im Veränderungsprozess

Diese Studie stellt einerseits wichtige Reformerfolge sowie Struktur- und Organisationsveränderungen dar, andererseits werden gleichstellungspolitische Reformfolgen und -wirkungen hinterfragt. Dabei stehen gleichstellungspolitische Innovationen im Rahmen von Modernisierung als ein Prozess der Um- und Neuverteilung von Arbeit (neue Arbeitsteilung, neue Arbeitsformen und veränderte Arbeitsbedingungen), Ressourcen (Zeit- wie Finanzressourcen) und Positionen (Funktionen), also letztlich auch Macht, im Fokus. Gleichstellungspolitik wird dabei verstärkt als Geschlechterpolitik diskutiert und trägt damit dem Anspruch Rechnung, dass Männer nicht nur als wohlmeinende „Unterstützer“, sondern als Betroffene stärker in den Blick genommen werden als bislang. Gender Mainstreaming und Gender Budgeting als neue gleichstellungspolitische Strategien können hierzu einen Beitrag leisten – allerdings, so ein Befund, liegen sie noch nicht im Mainstream kommunaler Reformpraxis. Am Beispiel der drei Best-Practice-Beispiele Dortmund, München und Wuppertal werden schließlich Entwicklungen und Wirkungen markiert, welche einen grundsätzlichen Wandel im Geschlechterverhältnis und in der Gleichstellungspolitik erkennen lassen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung 2004, 134 S.
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
A 710 116