Ungenützte Chancen: Gender Mainstreaming im Kunstbereich

Der Frauenanteil in österreichischen Kunst- und Kulturarbeitsmärkten ist im Sinken begriffen. Waren Frauen noch in den 1980er und 1990er Jahren dort leicht überrepräsentiert (d.h. mit mehr als 50 Prozent), mit stets steigender Tendenz, so hat sich das Bild um die Jahrtausendwende verändert. Der Grund dafür liegt weniger darin, dass Frauen in Kunst und Kultur häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sondern vielmehr darin, dass sie in atypische Arbeitsverhältnisse gedrängt und somit statistisch unsichtbar werden. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, inwiefern sich politische Konzepte (gezielte Frauenförderung bzw. Gender Mainstreaming) auswirken und wie geeignet die daraus abgeleiteten Maßnahmen für diesen spezifischen Bereich überhaupt sind.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 35(2006), 3, S. 275-285
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
3940