Verwaltungsmodernisierung und dezentrale Korruption: Lernen aus unbeabsichtigten Konsequenzen

Patrick von Maravic führt das Konzept der dezentralen Korruption ein. Bisher konzentrierte sich die Korruptionsforschung auf die Kernverwaltung und die Politik. Mit der Transformation des öffentlichen Sektors in Folge von New Public Management werden zunehmend die unbeabsichtigten Folgen dieser Reformen sichtbar. Das Korruptionsrisiko folgt der zunehmenden Verlagerung der Entscheidungskompetenzen aus der Kernverwaltung heraus hin zu dezentralen Leistungserbringern. Konkret geht die verwaltungswissenschaftliche Untersuchung den folgenden Fragen nach: Wo sind nach fast zwanzig Jahren der Transformation der öffentlichen Verwaltung die Korruptionsrisiken in einem modernen Verwaltungssystem zu verorten? Was sind deren Ursachen und wie wird damit umgegangen? Verändern sich in Folge der Transformation der öffentlichen Verwaltung die Korruptionsrisiken? Wo und wie lassen sich diese lokalisieren? Wie werden diese in Verwaltungen wahrgenommen? Wie gehen Verwaltungen mit diesen neuen Herausforderungen um und welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Veränderungen für unser Korruptionsverständnis? Die Fragestellungen und beschriebenen Methoden richten sich v.a. an Wissenschaft und Forschung.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Bern, Wien: Haupt 2007, 300 S.
ISBN: 
978-3-258-07224-1
Jahr: 
2007
Bestellnummer: 
A-404-279