Vom Feminismus zum Genderkonzept

Aktuelle Studien zeigen, dass heute eine Aufweichung der geschlechtsbezogenen Zuschreibungen erfolgt ist, es aber weiterhin notwendig ist, strukturelle und reale Privilegien von Männern und Benachteiligung von Frauen öffentlich zu benennen und Gleichberechtigung einzufordern. Mädchenarbeit wurde von feministischen Sozialarbeiterinnen in den 1970er Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit als Gegenkonzept zu einer patriarchalen Gesellschaft entwickelt, die Mädchen nur als Randgruppe betrachteten. Feministische Mädchenarbeit wollte Mädchen stärken und ihre individuellen und gesellschaftlichen Benachteiligungen bekämpfen. Heute ist Mädchenarbeit eine große Chance, die im Kontext von politischen Gleichstellungsstrategien, wie Gender Mainstreaming, und pädagogischen Konzepten wieder neu entwickelt werden muss.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit 41(2010), 2, S. 5-19
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
4742