Ökonomische Aspekte von Generationengerechtigkeit in Sozial- und Wirtschaftspolitik

Generationengerechtigkeit wird häufig unreflektiert als begründendes Schlagwort für die intergenerative Belastungsgleichheit, als Legitimationsbegriff für wirtschaftspolitisches Handeln oder budgetpolitische Ausgabenkürzungen verwendet. Dass dabei zumeist lediglich ein Faktor (z.B. Aufwendungen in der Pensionsversicherung etc.) berücksichtigt wird, ohne die jeweiligen sozio-ökonomischen und institutionellen Rahmenbedingungen einer Generation in die zugrunde liegenden Kalkulationen mit aufzunehmen, droht das Ergebnis solcher Direktvergleiche wesentlich zu beeinträchtigen. Christine Mayrhuber illustriert die partiell zweifelhafte Aussagekraft entlang von drei weithin bekannten Beispielen: der steigenden Aufwendungen in der Pensionsversicherung, der hohen Steuer- und Ausgabenbelastung und anhand der Staatsschuldenquote.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
WISO 33(2010), 4, S. 35-47
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
5041