Die SDGs
Europäische Governance und Städtepolitik | Blog

Der Countdown läuft

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2030 soll die Welt „eine bessere“ sein, die niemanden zurücklässt und die globalen Herausforderungen unserer Zeit mit Blick auf zukünftige Generationen im Griff hat. Zumindest aber sollte bis dahin eine sichtbare Transformation eingeleitet sein. So formuliert es zumindest die ambitionierte Agenda 2030 der UNO mit ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs), die 2015 einstimmig von allen Mitgliedern auf den Weg gebracht wurde. Dabei handelt es sich freilich nicht um einen Wettkampf, ein Wettlauf mit der Zeit ist es allemal.

Herausforderungen wie die aktuelle Pandemie oder der Klimawandel zeigen, dass eine Trendwende dringendst notwendig ist. Einiges ist schon passiert. Auch in Österreichs Städten und Gemeinden, wie eine vom KDZ durchgeführte Umfrage unter den Städtebundmitgliedern im Frühjahr 2021 belegt.

Noch beschränkt sich der Großteil der städtischen Maßnahmen auf die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung sowie die Übernahme der SDGs in (bestehende) städtische Pläne und Initiativen, SDG-Monitoring und Evaluierung hinken allerdings hinterher. Ein Bild, das sich im Übrigen auf kommunaler Ebene weltweit sehr ähnlich darstellt. Wirklich verwunderlich ist das nicht. Richtet sich die Agenda 2030 a priori an die staatliche Ebene der Mitglieder, die bislang ihre Kommunen bei der lokalen Umsetzung der SDGs vielerorts allein gelassen haben, obwohl laut OECD „105 der 169 Zielvorgaben der 17 SDGs ohne eine angemessene Einbeziehung und Koordinierung mit den lokalen und regionalen Regierungen nicht erreicht werden können“.

Die Einbindung der SDGs in „lokales“ Denken und Handeln erfordert eine „Übersetzung“, die über bloße „Bewusstseinsbildung“ und „SDGMapping“ hinausgeht. Hierfür bedarf es zusätzlicher Ressourcen für die Städte. Einige Großstädte und wohlhabende Regionen mögen in der Lage sein, finanzielle und personelle Ressourcen für ihr SDG- Engagement bereitzustellen, aber die Mehrheit der Stadtbewohner*innen lebt in kleinen und mittelgroßen Städten, die mit Ressourcenknappheit zu kämpfen haben – auch hierzulande.

Die Ressourcen müssen jedoch mit einer überzeugenden Antwort auf die Frage einhergehen, warum sich Städte überhaupt mit den SDGs befassen bzw. sie als Rahmen für die eigene Stadtentwicklung strategisch verankern sollten, auch wenn die Notwendigkeit eines Übergangs zu sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigeren Lebensweisen alle unterschreiben können. Der Nachweis, dass die SDGs weitgehend mit den bestehenden Zielen und Initiativen übereinstimmen, wird nicht ausreichen, um mehr Dynamik zu erzeugen. Es muss der Mehrwert für die Stadtverwaltung, die Stadt und die Menschen in der Stadt konkretisiert werden. Denn klar ist, der Wettlauf gegen die Zeit ist nur  gemeinsam zu gewinnen.

Um die Umsetzung der Agenda 2030 in Städten und Gemeinden zu forcieren haben wir gemeinsam mit dem IUFE und dem Ökosozialem Forum Wien den SDG-Kommunalcheck für Investitionsprojekte erstellt. Diesen präsentieren wir am 17. Mai von 10-16 Uhr auf der Garten Tulln bei der Agenda 2030-Tagung für Städte und Gemeinden.

Besuchen Sie uns bei der Agenda 2030-Tagung und fördern Sie mit uns die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Österreichs Städten und Gemeinden.

Zur Tagung

 

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