Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) gerade in Krisenzeiten wichtig

In der Wirtschaftskrise sind vermehrt Menschen auf die Sozialhilfe angewiesen. Deren Leistungen sind aktuell in unterschiedlichen Bundesländern unterschiedlich hoch und deren Inanspruchnahme mit hohem administrativem Aufwand verbunden. Die BMS vereinfacht durch eine Vereinheitlichung der Leistungen bei Verschlechterungsverbot die Administration und erhöht gleichzeitig die Leistungen für viele EmpfängerInnen. Überdies sollen flankierende Maßnahmen die Arbeitsmarktintegration fördern. Auch wenn die Höhe der finanziellen BMS-Leistung unter der Armutsschwelle liegt (Länder können freiwillig zuschießen), konstatiert die Autorin, dass die Einführung der BMS eine wesentliche Unterstützung zur Armutsbekämpfung in Österreich darstellt, alleine aber nicht ausreicht.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
WISO 33(2010), 1, S. 81-94
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
4745