# Auf dem Weg zu einer EU-Agenda für Städte

Bereits heute leben 72 Prozent der Europäerinnen und Europäer in Städten und mehr als zwei Drittel der EU-Entscheidungen betreffen die Städte direkt oder indirekt. Allerdings werden die Städte in die Entscheidungsprozesse oft nicht rechtzeitig eingebunden, müssen dann aber die Konsequenzen tragen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission 2014 eine EU-Städteagenda (Urban Agenda) formuliert.

Damit soll der Weg bereitet werden, die Städte in die Konzeption und Durchführung von EU-Politiken einzubeziehen und eine bessere Abstimmung der EU-Maßnahmen auf die städtischen Gegebenheiten und Herausforderungen zu gewährleisten. Umgesetzt wird die Agenda ab heuer in Form von zwölf EU-Städtepartnerschaften. In diesen urban partnerships sollen städterelevante Themen gemeinsam mit den EU-Institutionen, den Mitgliedstaaten, Städten und anderen wichtigen StakeholderInnen wie Städteverbände, VertreterInnen von Stadtregionen etc. analysiert werden, um Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:

  • die Maßnahmen für eine bessere Rechtsetzung zu intensivieren;
  • die EU-Finanzmittel für Städte besser zugänglich zu machen und zu nutzen
  • den Wissensaustausch zu verstärken und die Zusammenarbeit zwischen den Städten zu verbessern.

Die ersten vier Partnerschaften werden die Themen Wohnen, Luftqualität, städtische Armut und Migration/Integration behandeln. An der EU-Städtepartnerschaft Wohnen wirkt die Stadt Wien mit, koordiniert wird die Partnerschaft von der Slowakei.

Mit der Unterzeichnung des Paktes von Amsterdam im Rahmen der niederländischen Ratspräsidentschaft am 30. Mai 2016 wird die Städteagenda der EU offiziell verabschiedet und neue Wege für eine Weiterentwicklung eröffnet. >> Nähere Informationen zur EU-Urban Agenda

Tipp: Das EU-Wissensnetzwerk am 26. April 2016 in Wien wird sich schwerpunktmäßig der Urban Agenda widmen!