Stadtregionen in Österreich - Regionale Solidarität als Voraussetzung

Am 23. und 24. Oktober 2019 fand der 7. Österreichische Stadtregionstag statt. Als Vernetzungstreffen zwischen stadtregionalen Expertinnen und Experten standen in Wiener Neustadt diesmal die Stärkung der Stadt und Ortskerne aus regionaler Sicht sowie Herausforderungen stadtregionaler Mobilität im Zentrum.1

„Städte und regionale Zentren haben wesentliche Stütz- und Impulsfunktionen, deren Bedeutung sich aber nur im regionalen Kontext erschließt. Städte und ihr Umland können aufgrund der vielfältigen Verflechtungen nicht isoliert voneinander betrachtet werden, sie sind Schicksalsgemeinschaften“, unterstrich Axel Priebs, Professor am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien, in seinem Impulsvortrag. Dennoch gibt es gewachsene Differenzen zwischen zentralen Orten und ihren Umlandgemeinden, sei es hinsichtlich ihrer finanziellen Ausstattung, Entwicklungstendenzen, politischen Prägungen oder auch unterschiedlich eng gezogenen Verwaltungsgrenzen, die Kooperationen erschweren. Um diese Differenzen zu überwinden, bedarf es aber nicht nur einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe, sondern auch verbindlicher politischer Absicherung dieser Kooperationen in öffentlich-rechtlichen oder zivilrechtlichen Organisationsformen. Nur damit kann den Menschen eine adäquate und zukunftsfähige Daseinsvorsorge gewährleistet werden.