Das Recht der Länder Osteuropas

Recht Osteuropas

Große Gebiete Mittel- und Osteuropas haben im 20. Jhdt. drei einschneidende Entwicklungen rechtlicher Diskontinuität und Transformation erfahren: 1918 den Übergang vom Status von Gebieten, die einer übernationalen Ordnung unterstellt waren, zur Begründung einer unabhängigen nationalen Rechtsordnung als Konsequenz des Endes der großen Monarchien; sodann die Etablierung eines wirtschaftlichen und rechtlichen Ordnungsgefüges sowjetischen Typs; schließlich die Phase der Auflösung der Regime sowjetischer Prägung und den daran anschließenden Übergang in differenzierte Formen der Marktwirtschaft und Mehrparteiendemokratie. Mit seinem Buch legt Ajani eine rechtsgeschichtliche und Recht vergleichende Querschnittsbetrachtung dieser Länder vor. Er beschränkt sich dabei aber nicht auf die Rezeption des jeweiligen positiven Rechts als Ergebnis formaler Normenproduktion, sondern widmet sich auch eingehend den Phänomenen der ungeschriebenen Rechtsquellen und rechtskulturellen Faktoren. Dazu gehören u.a. Kontinuitätselemente wie Tradition, Kultur, die Trägheit des administrativen Apparates, aber auch die Ausleuchtung des Verhältnisses von Ideologie und Rechtsnorm in der Zeit des Sozialismus unter Berücksichtigung der jeweiligen Eigenheiten der einzelnen Länder sowie die Darstellung von Aspekten der Kontinuität der Rechtsordnungen im Kontext der postsozialistischen Transformationsphase.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Berlin: BWV 2005; 253 S.
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
A 900 10 003