Die Fahrradstadt

Radfahren ist günstiger als andere Verkehrsmittel, es unterstützt die körperliche Fitness, ist umweltfreundlich, man ist unabhängig von Fahrplänen, erspart sich die Parkplatzsuche und ist im innerstädtischen Verkehr oft schneller am Ziel. Diese Vorteile sind der Bevölkerung in den beiden Fahrradstädten Münster und Bocholt, welche einen Radverkehrsanteil von 33 bzw. 38% verzeichnen, weitläufig bekannt. Die Gründe für diese spezielle Form der Mobilitätskultur liegen vorrangig in der Topografie und Siedlungsstruktur der beiden Städte sowie an der Einstellung der Bevölkerung und nicht an der Verkehrsplanung. In Münster und Bocholt hat die Bevölkerung eine Verkehrsmittelnutzung entgegen den verkehrspolitischen Leitvorstellungen und so ein Umdenken in der Planung und Politik in Richtung fahrradfreundliche Stadt bewirkt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Raumplanung 167(2013), S. 46-50
Jahr: 
2013
Bestellnummer: 
6084