Die Verwaltungsausgaben der österreichischen Gemeinden

Im Rahmen dieser Studie wird eine Untersuchung der Finanzsituation aller österreichischen Gemeinden mit Schwerpunkt auf den Ausgaben der „Allgemeinen Verwaltung im weiteren Sinn“ durchgeführt. Die Analyse erfolgt vor dem Hintergrund eines primär gemeindegrößenabhängigen, jedoch zunehmend gleichheitsorientierten Finanzausgleichs und der Diskussion eines aufgaben-, effizienz- und/oder zielorientierten Finanzausgleichs. Die vorliegende Arbeit sieht sich auch vor dem Hintergrund einer Diskussion der Aufgabenreform, -reorganisation und der Wirtschaftlichkeit der Aufgabenerfüllung bei den verschiedenen Gemeindegruppen. Auf dieser Grundlage werden die Gemeindefinanzen für den Zeitraum 1995-2002 nach Gemeindegrößenklassen insgesamt wie auch für die „Allgemeine Verwaltung“ analysiert. Angesichts der Umverteilungseffekte im Finanzausgleich wird bei einer Reformdiskussion der Finanzmittelverteilung grundsätzlich eine integrierte Systembetrachtung des primären, sekundären und tertiären Finanzausgleichs als unerlässlich gesehen. Eine verstärkte vertikale und horizontale Aufgabenorientierung des Finanzausgleichs, die auf sachbezogene Bestands- und Leistungsindikatoren aufbaut, könnte zu einer angemessener zu beurteilenden „aufgabengerechten“ Finanzausstattung der Gemeinden beitragen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: AK Wien 2005; 98 S. Materialien zu Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 92
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
A 118 166/I+II