Lernen in Städtenetzwerken: Kooperation – Konflikte – Kompetenzentwicklung

Kooperation

„Lernen voneinander und miteinander“ in Netzwerken von Behörden, Stadtverwaltungen gilt als zukunftsorientiert und als Ausweis für Professionalität und Innovationsfähigkeit. Teils überzogenen Erwartungen stehen auch verschiedene Beobachtungen vom Netzwerkversagen gegenüber. Dementsprechend ist die Frage nach dem Nutzen und den Grenzen der Netzwerksarbeit zu stellen, aber auch Probleme der Zusammenarbeit und des Wissensaustausches in Städtenetzwerken sind zu identifizieren. Es sind drei unterschiedliche Netzwerke, die sich zum Thema lokaler Beschäftigungspolitik gebildet hatten, analysiert worden. Zu den Ergebnissen und Erkenntnissen zählen: es gibt verschiedene Typen interkommunaler Wissensnetzwerke (z.B. Reflexionsnetzwerke) mit unterschiedlichen Leistungspotenzialen; Netzwerke tragen dazu bei, unter den Akteuren die Dringlichkeit der Suche nach neuen Lösungen zu bestärken; Netzwerke steigern nicht nur die Problemlösungsfähigkeit, sie schaffen sich selbst auch neue Probleme und Konflikte, auf die sie gezielt reagieren müssen, wenn sie ihre Leistungspotenziale zur Geltung bringen wollen; grundsätzlich gilt für alle Netzwerke, dass die Erzielung eines Nutzens aus der Kooperation wechselseitiges Vertrauen voraussetzt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Berlin: Edition sigma 2006; 155 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
A 611 266