Praxis der Korruptionsbekämpfung

Die Korruption im öffentlichen Sektor richtet erheblichen finanziellen Schaden an. Am Beispiel der neuen Gesetzgebung in Nordrhein-Westfalen wird erläutert um welche Maßnahmen es sich dabei handeln könnte. NRW gilt als eines der führenden Bundesländer in der Korruptionsbekämpfung Deutschlands. Neben flächendeckender Überprüfung korruptionsgefährdeter Gebiete, über ein Register korruptionsverdächtiger Unternehmen wird auch die Möglichkeit auf Anonymität für den Hinweisgeber hervorgehoben. Das Modell des Dezernats Interne Ermittlungen (D.I.E) in Hamburg setzt auf Sensibilisierung und Schulung des Verwaltungspersonals. Neben Maßnahmen wie Personalrotation und dem „Vier-Augen-Prinzip“ wird auf ein besonderes Merkmal hingewiesen: die enge Zusammenarbeit mit der Hamburger Wirtschaft und ihren Verbänden. Laut Helmut Fiebig, dem Leiter des Meerbuscher Rechnungsprüfungsamtes, sollte man sich aber keine Illusionen über die Wirksamkeit der Maßnahmen machen. Kontrolle verhindert Korruption nicht, aber sie verringert das Risiko.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
DEMO – Demokratische Gemeinde 57(2005), 3, S. 30
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3487