Segregation als soziale Abstiegsfalle

Wohnviertel mit einer hohen Konzentration von Personen mit niedrigem Einkommen wirken sich aufgrund der Anhäufung sozialer Probleme und eingeschränkter Möglichkeiten benachteiligend auf deren BewohnerInnen aus, ein ökonomischer Aufstieg ist weniger leicht möglich. Betroffen davon sind insbesondere MigrantInnen, welche sich aufgrund verschiedener Hemmnisse überwiegend in bereits benachteiligten Vierteln ansiedeln. Der Weg aus dieser Armutsfalle kann nur über Integration erfolgen, den Menschen mit Migrationshintergrund muss die Möglichkeit gegeben werden, höher qualifizierte Tätigkeiten auszuüben, ihr sozialer Aufstieg muss gezielt gefördert werden. Zur Aufwertung eines Viertels benötigt es neben baulichen auch soziale Maßnahmen (z.B. integrative Quartierspolitik und ein Quartiersmanagement mit klarem Konzept), um die wohnstandortbezogene Armutsfalle nachhaltig zu entschärfen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Raum 2011, 81, S. 31-33
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
5158