Selbstbeteiligungen als Reformoption für die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich

In diesem Beitrag werden ökonomische Überlegungen zur Wirkungsweise von Selbstbeteiligungen angestellt, wobei der Steuerungseffekt gegenüber dem Finanzierungseffekt als essenzieller angesehen wird. Allerdings wird argumentiert, dass nur spürbare Selbstbeteiligungen eine wesentliche Steuerungswirkung entfalten dürften; eine Erhöhung der Steuerungswirkung ließe sich noch durch die Einführung von wählbaren Selbstbeteiligungen erreichen. Da Selbstbeteiligungen sowohl gesundheits- als auch gesellschaftspolitisch umstritten sind, sollten diese eines von mehreren Instrumenten sein, um das Gesundheitswesen effizienter zu gestalten. Des Weiteren diskutiert der Artikel auch die Frage der Umverteilungswirkung von Selbstbeteiligungen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wirtschaftspolitische Blätter 50(2005)4, S. 494-503
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3683