Soziale Nachhaltigkeit

Im dem vorläufigen Endbericht zum Projekt „soziale Nachhaltigkeit“ des Institutes für Höhere Studien wird der Begriff der Nachhaltigkeit diskutiert, die Geschichte nachhaltiger Entwicklung und sozialer Nachhaltigkeit dargestellt und ausgewählte Konzeptualisierungen sozialer Nachhaltigkeit vorgestellt. Besonderes Anliegen der Studie ist das Nachhaltigkeitspostulat im Gefüge der gesellschaftlichen Naturverhältnisse zu verorten. So wird (Erwerbs-)Arbeit als der Dreh- und Angelpunkt der gesellschaftlichen Ordnung wie auch der individuellen Lebensentwürfe und Existenzsicherung begriffen. Es wird eine Neuorganisation der gesellschaftlichen Arbeit und sozialen Sicherungssysteme gefordert. Insbesondere eine soziale, ökonomische und rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter wird hierbei betont. Schließlich wurden auch Mindestanforderungen für eine nachhaltige Arbeitsgesellschaft formuliert (z.B. Schaffung neuer umweltverträglicher Erwerbsarbeitsplätze, geschlechtergerechte Umverteilung der gesamten gesellschaftlich notwendigen Arbeit, lebenslange Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Arbeitsformen).Um soziale Nachhaltigkeit auch abbilden bzw. anzeigen zu können, wurden zuletzt Indikatoren für alle wesentlichen Lebensbereiche (z.B. Erwerbsarbeit, Gesundheit, Bildung, Geschlecht, sozialer Zusammenhalt, etc.) gebildet.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: AK 2004; 108 S.
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
IzU 160/2004