VbVG, Verbandsverantwortlichkeitsgesetz: „unternehmensstrafrecht“

Verbandsverantwortlichkeitsgesetz

Mit dem neuen Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (VbVG)l, das mit 01.01.2006 in Kraft getreten ist, wurde ein so genanntes „Unternehmensstrafrecht“ eingeführt. Dadurch wurde eine Verantwortlichkeit juristischer Personen für bestimmte Straftaten vorgesehen. Damit erfolgte In Österreich ein Paradigmenwechsel im Kriminalrecht: Der alte Satz „societas delinquere non potest“ gilt nicht mehr. Der vorliegende Band soll das Verständnis des neuen Gesetzes und seiner Anwendung erleichtern. Die umfangreiche Einführung besteht zu großen Teil aus den Erläuterungen zur Regierungsvorlage, ergänzt um Anmerkungen. Ein eigener Abschnitt widmet sich einer systematischen Darstellung der Rechtslage in 27 europäischen Staaten – den EU-Mitgliedstaaten ohne Österreich sowie der Schweiz, Norwegen und Island. Der Hauptteil ist den Bestimmungen des VbVG gewidmet. Im Anschluss an jeden Paragrafen sind die relevanten Materialien abgedruckt, die Erläuterungen zur Regierungsvorlage (994 BlgNR 22. GP). Im Anhang befinden sich auszugsweise jene Bestimmungen des Finanzstrafrechts, des Einkommensteuer- und des Körperschaftssteuergesetzes, die in direktem Zusammenhang mit dem VbVG stehen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien, Graz: NWV 2005; 117 S.
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
A 900 0 088