Videoüberwachung und Bürgerrechte. Ende der Freiheit in den europäischen Innenstädten?

In Europa breitet sich die Videoüberwachung des öffentlichen Raums immer weiter aus. Die Kamera wird damit zunehmend zu einem Zeichen des sozialen Wandels. Als Technologie, der per se die Fähigkeit zur Erzeugung von Sicherheit zugeschrieben wird, ist sie zu einem Symbol einer überschießenden Nachfrage nach Sicherheit geworden, die sich mit ihrer Hilfe gar nicht befriedigen lässt. Der Beitrag verfolgt die folgende These: Die Entwicklung der Videoüberwachung stellt nicht nur einen weitreichende Eingriff in die Bürger- und Menschenrechte der Betroffenen dar. Sie beschädigt darüber hinaus die Integrationskraft und damit eine der zentralen Entwicklungs- und Leistungsvoraussetzungen moderner demokratischer Rechtsstaaten. Leopold beleuchtet in seinem Beitrag neben den Hintergründen der Ausbreitung der Videoüberwachung ebenfalls den Bereich der bürgerrechtlichen Kritik, die rechtlichen Grenzen sowie das Verhältnis zwischen Videoüberwachung und Demokratie.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 33(2004), 4, S. 401-408
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3480