Zur Nachhaltigkeit des horizontalen Finanzausgleichs in Österreich im Licht der Siedlungsentwicklung

Die „Nachhaltigkeit“ der österreichischen Gemeinden und die Wirkungen des Finanzausgleichs auf die ökonomische Leistungsfähigkeit, soziale Ausgewogenheit und ökologische Verträglichkeit lokaler Aktivitäten werden anhand von ausgewählten Nachhaltigkeitsindikatoren nach aggregierten Gemeindeklassen untersucht. Der Finanzausgleich trägt sowohl ökonomischen als auch sozialen Zielen Rechnung, das Prinzip des Disparitätsausgleichs zulasten von städtischen Zentren überwiegt dabei. Ökologische Kriterien spielen kaum eine Rolle. Der ausgeprägten funktionalen Komplementarität von Kernstädten und ihren Umlandgemeinden wird nicht Rechnung getragen. Künftige Finanzausgleiche sollten diese sowie die Stärkung kleiner zentraler Orte berücksichtigen.

erschienen in: 
WIFO-Monatsberichte 80(2007), 2, S. 155-169
Jahr: 
2007
Bestellnummer: 
3990