Zwischen Unternehmenslogik und Gemeindepolitik

Bei der Standortentwicklung muss die Gemeinde zwischen vielfältigen Nutzungsinteressen abwägen, doch nur vor Widmungsbeschluss hat sie die wesentliche Entscheidungsmacht, nach erfolgter Widmung sind ihre Möglichkeiten der Einflussnahme sehr beschränkt. Somit ist die Zeitspanne zwischen unternehmerischer Standortentscheidung und Widmungsbeschluss besonders sensibel. Zur rechtlichen Absicherung öffentlich-privater Projektentwicklungs- und Verhandlungsverfahren vor Widmungen sind insbesondere zwei Komponenten wesentlich: 1. Ein standardisiertes Verfahren zur Abschätzung der regionalökonomischen und umweltbezogenen Projektwirkungen und 2. die Möglichkeit einer vertraglichen Vereinbarung über die projektrelevanten Eckpunkte und Realisierungsschritte.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Raum 2008, 69, S. 24-26
Jahr: 
2008
Bestellnummer: 
4296