Wir betrauern das Ableben von Otto Schweda

Mit großer Betroffenheit und Trauer beklagen wir das Ableben unseres langjährigen Vorsitzenden des Vereinsvorstandes und seit 1986 Ehrenmitglied des KDZ, Herrn 2. Landtagspräsidenten Otto Schweda am 07.07.2011.

Präsident Schweda war als Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes bereits Mitte der 1960er Jahre treibende Kraft zur Schaffung eines kommunalwissenschaftlichen Instituts. Mit Unterstützung des damaligen Wiener Vizebürgermeisters Felix Slavik und des Generaldirektors der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, Dr. Karl Mantler, kam es im Sommer des Jahres 1969 zur Einrichtung des Kommunalwissenschaftlichen Dokumentationszentrums, das unter anderem für den Österreichischen Städtebund volks- und finanzwissenschaftliche Expertisen auszuarbeiten hatte. Präsident Schweda führte das in Vereinsform gegründete Institut als Vorsitzender des Vorstandes von 1969 bis 1986; zunächst stand ihm als Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Egon Matzner zur Seite, ab dem Jahr 1972 Dkfm. Dr. Helfried Bauer. Seine besonderen Anliegen waren die Finanzierung der von den Städten erbrachten Aufgaben im Rahmen eines partnerschaftlichen Wohlfahrtsstaates und damit die Sicherung der Gemeindeautonomie, moderne Planungs- und Gestionsformen, zu denen bereits Anfang der 1970er Jahre auch die interkommunale Kooperation zählte sowie die Stadterneuerung.

Otto Schweda war dem anfänglich kleinen Mitarbeiterteam des Instituts sehr zugetan und umsichtig bemüht, die fachliche und organisatorische Weiterentwicklung des Instituts und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Er beauftragte viele kreative Projekte, die teils auch mit Expertinnen und Experten aus Nachbarländern, teils in Kooperation mit dem Europarat erstellt werden konnten, und war an einer besonders praxisorientierten Vermittlung der Arbeitsergebnisse für städtische Mandatarinnen und Mandatare sowie Bedienstete stark interessiert. Dem verdanken wir zahlreiche Publikationen, darunter auch gemeinsam herausgegebene Schriften des Österreichischen Städtebundes und des KDZ. Fast bis zuletzt zeigte er Interesse an der Arbeit des Instituts.