Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie in der Umsetzung

Buchumschlag

Im Mittelpunkt der EU-Dienstleistungsrichtlinie (DLR) steht die europaweite Schaffung von „einheitlichen Ansprechpartnern“ für alle Prozeduren der Niederlassung von Dienstleistern aus der Europäischen Union. Im Rückblick auf die Umsetzung in Deutschland stellt sich die Frage, ob das eigentliche Ziel – der Abbau von Barrieren zur breiteren Öffnung des EU-Dienstleistungsmarktes – erreicht wurde. Der mit hohem Aufwand betriebene Gestaltungsprozess führte im Spannungsfeld konkurrierender Interessen und hoher Durchsetzungspotenziale von einzelnen Interessensgruppen nicht nur zur Überlagerung inhaltlicher Ziele, sondern auch zu den Versäumnis, die Impulse zur Verwaltungsmodernisierung aufzugreifen. So steht der angestrebten Verwaltungsvereinfachung vielerorts ein kostenträchtiger Bürokratiezuwachs gegenüber. Die vorliegende Studie beschreibt in den Schritten der Politikzyklus-Analyse die Entwicklung und Umsetzung der Richtlinie im föderalen Deutschland. In mehreren Phasen empirischer Forschung wird die Vielfalt der einheitlichen Ansprechpartner analysiert und ihre Stärken und Schwächen bewertet.

erschienen in: 
Berlin: Edition Sigma 2012, 198 S. (=Modernisierung des öffentlichen Sektors, Sonderband 39)
ISBN: 
978-3-8360-7289-2
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
EG-653