Kranke Gesundheitspolitik

Der Autor ist freier Journalist in Wien und beobachtet seit Jahren die Entwicklung des österreichischen Gesundheitssystems. Die aktuellen Reformpläne der Gesundheitspolitik stoßen bei ihm auf Skepsis: Kennzahlen aus dem World Health Report bescheinigen dem österreichischen System im Vergleich mit anderen Ländern durchaus gute Werte. Einige der Kernthemen der Gesundheitspolitik – gesunkene Beitragseinnahmen der Krankenkassen, die derzeitige Bemessungsgrundlage für Sozialversicherungsbeiträge, enorm steigende Aufwendungen für Medikamente, etc. – und nicht zuletzt der vielfach geforderte Paradigmenwechsel in Gesundheitswesen werden von ihm in diesem Beitrag beleuchtet genommen und kritisch diskutiert. Möglichkeiten zu Einsparungen und Effektivitätssteigerungen sind selbstverständlich wahrzunehmen, dennoch ergibt sich als Resümee seiner Analyse weder aus Kosten-, noch aus volkswirtschaftlichen Gründen die Notwendigkeit zur Privatisierung des österreichischen Gesundheitssystems bzw. zur Privatisierung von Einrichtungen der Sozialversicherung.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Arbeit und Wirtschaft 58(2004), 12, S. 12-16
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3438