Hohe Anforderungen an die Gemeinden. Vergaberecht in der Praxis – Grundlagen und Beispiele

Das öffentliche Auftragsvolumen beträgt in Österreich mehr als 35, jenes der Europäischen Union umfasst bereits mehr als 1.000 Milliarden Euro pro Jahr. Somit stellt das öffentliche Auftragswesen einen Kernbereich der gemeinschaftlichen Binnenmarktpolitik der EU dar und das Vergaberecht erfüllt darin wesentliche Funktionen. Es soll den effizienten und sparsamen Umgang mit den öffentlichen Mitteln durch den Staat als Auftraggeber sowie den freien Wettbewerb durch die Verpflichtung zur öffentlichen Ausschreibung gewährleisten, ebenso die Sicherheit für Bieter, dass die Vergabe nach sach- und leistungsbezogenen Kriterien erfolgt, und dass diese Entscheidungen objektiv nachprüfbar sind. Allerdings wissen nicht alle öffentlichen Auftraggeber und nicht alle Unternehmen ausreichend Bescheid über die aus dem Vergaberecht resultierenden Rechte und Pflichten; Fehler in Vergabeverfahren führen im Falle einer Anfechtung durch einen Bewerber oder Bieter zu einer beträchtlichen Zeitverzögerung und können sogar zur Nichtigerklärung einer Ausschreibung führen. Diese Sachlage war u.a. Anlass für die beiden Autoren das Thema „Vergaberecht“ möglichst praxisgerecht und verständlich aufzubereiten. Im vorliegenden Beitrag wird das Nachschlagewerk präsentiert.

erschienen in: 
Kommunal 2004, 10, S. 18-19
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3454