Die Grundsteuer ist zurück in der politischen Debatte – und für viele Städte und Gemeinden ein zentraler Hebel, um die kommunalen Finanzen zu stabilisieren. In dieser Folge von KDZ im Dialog spricht Gastgeber Siegfried Fritz mit KDZ-Finanzexpertin Karoline Mitterer über die Grundsteuer B, veraltete Einheitswerte und die Frage, wie eine Reform aussehen könnte.
Zentrale Fragen in dieser Folge:
- Warum die Grundsteuer seit 2025 wieder intensiv diskutiert wird
- Welche Rolle die Grundsteuer als eigene Gemeindeabgabe spielt
- Warum die Einheitswerte aus den 1970er-Jahren zum Problem werden
- Was eine Reform für Gemeindefinanzen, Abgabenautonomie und Budgetspielräume bedeuten könnte
- Welche Modelle derzeit diskutiert werden (Flächenmodell, wertorientierter Ansatz)
- Welche kurzfristigen Maßnahmen möglich wären (z.B. Hebesatz-Anhebung)
- Was Österreich aus der Grundsteuerreform in Deutschland lernen kann
- Warum es ohne politisches Commitment keine nachhaltige Lösung geben wird
Die Grundsteuer ist eine stabile, konjunkturunabhängige Einnahmequelle und damit besonders wichtig für die Finanzierung kommunaler Pflichtaufgaben wie Kinderbetreuung, Schulen und Infrastruktur. Gleichzeitig sinkt ihre Bedeutung seit Jahrzehnten – vor allem wegen fehlender Reformen.
Eine kurzfristige Anhebung der Hebesätze könnte rasch zusätzliche Mittel bringen, langfristig braucht es jedoch eine neue Bemessungsgrundlage und ein modernes, administrierbares Modell für alle Gemeinden.